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noch ungewohnte Blicke
auf die Trauer
 
Zuhören, wirklich zuhören
die Kunst der mitfühlenden
Kommunikation

Über den Lärm der Worte hinaus...

Zuhören ist eine Kunst, die einem nicht einfach zufällt.

In ihr finden sich Schönheit und tiefes Verstehen.

Zuhören zu können setzt innere Stille voraus, ein Freisein von Anstrengung.

Dieser wache und doch passive Zustand vermag das zu hören,

was über die Worte hinausgeht.

Worte verwirren, sie sind nur die äußeren Kommunikationsmittel.

Nur wenn man zuhört vernimmt man das wundervolle Lied der Worte...

Das richtige Wort, auf die richtige Weise gesagt, verbindet; das falsche aber, oder auch das richtige auf die falsche Art gesagt, baut Mauern. Wir reden mehr als wir müssten, hören nicht zu, und merken es nicht einmal. Und häufig entgehen uns die subtilen Signale von Gesichtsausdruck, Körpersprache und Tonfall – Kommunikationssignale, die noch wichtiger sind als das gesprochene Wort.

Und wir haben die Fähigkeit verloren zuzuhören. Wir hören und denken sofort unser Leben

und unsere eigenen Haltungen in das Gehörte hinein. Und haben so sofort Antworten, die

                aber Antworten aus unserem eigenen Leben sind. Statt nach Antworten zu lau-

                schen, die dem Leben unseres Gegenüber entspringen. Doch erst durch wirk-

                liches Zuhören kann sich unser Gegenüber gehört, gesehen und verstanden

                fühlen. Ken Wilber hat in seinem 1991 erschienen Buch 'Mut und Gnade' an-

                gesichts der Erlebnisse seiner Partnerin Treya während ihres Krankheits- und                     Sterbeprozesses, den fast automatischen Drang Außenstehender und Helfer,  

                ihr Antworten und Theorien überstülpen zu müssen, als Rücksichts- und Acht-

                losigkeit beschrieben. Die Ideen- und Antwortflut anderer wurden nicht als Hilfe

                sondern als Zumutung und zusätzliche Belastung empfunden. Unsere eigenen

                Antworten sind keine hilfreiche Art, zum Leiden eines Menschen in Beziehung

zu treten, in Wirklichkeit vergrößern sie nur den Abstand. Ein solches Klima kann unmöglich Vertrauen und Offenheit begünstigen. Vor allem, wenn sich unser Gegenüber nicht abgren-

zen kann oder möchte. Unsere Antworten und Theorien sind nichts als Ausdruck unserer eigenen Hilflosigkeit und Unvermögen, das, was ist, auszuhalten und präsent und achtsam zu sein.

Die Mitfühlende Kommunikation kennt zehn Aspekte, damit mit Trauernden und Sterbenden die ersehnte menschliche Nähe gelingt. Aspekte, aus denen eine tiefe Empathie und Ver-trauen entstehen, auch unter bisher Fremden und Menschen mit seelischen Störungen und sogar mit neurodegenerativen Erkrankungen. Sie legt ebenso viel Gewicht auf das Sprechen wie auf das Zuhören. Deshalb erinnert sie an einen zentralen Hinweis on Virginia Satir, dass Kommunikation lange vor unserer Sprache begonnen hat.

 

Wirkliches Zuhören unterbricht unseren ständigen inneren Dialog. Wenn wir lernen inner-lich zurückzutreten, entsteht eine neue Art von Stille, auch Achtsamkeit genannt. So können wir uns besser auf die Botschaften unseres Gegenübers konzentrieren und uns leichter in ihn einfühlen. Die aktuelle Gehirnforschung zeigt, dass unser Gehirn umso stärker die Ak-tivität des Gehirns unseres Gesprächspartners spiegelt, je intensiver wir zuhören. Dadurch können wir ihn wirklich verstehen und seine Sorgen und Bedürfnisse mitfühlend wahrnehmen. Sterbende und Trauernde gehen in ihrem Prozess durch so viele verschiedene Phasen, können von Moment zu Moment plötzlich mit etwas völlig anderem beschäftigt sein, dass wir schon genau hinhören müssen, um wahrzunehmen, was jetzt gerade wirklich ansteht.

Dieser Workshop führt Sie durch die zehn Aspekte der Mitfühlenden Kommunikation, durch die sich die Art verändern wird, wie Sie zuhören, sprechen und mit anderen Menschen interagieren. Alle zehn Aspekte sind leicht anwendbar und die Ergebnisse sind für Sie und Ihr Umfeld in kurzer Zeit deutlich und geben Ihnen auch Sicherheit für schwierigere Situa-tionen. Dennoch sind Zuhören und eine mitfühlende Kommunikation weniger eine Frage von Methode und Technik. Sie sind vielmehr ein Ergebnis unserer Haltung und unserer Selbst-verständnisses.

Zu einem optimalen Ergebnis gehört Ihre Bereitschaft zur Selbstreflexion und dem Erkennen Ihres kommunikativen Autopiloten, der in Ihren Überzeugungen gegenüber sich selbst, Ihrem Gegenüber und der jeweiligen Situation verwurzelt ist. Dieser Workshop ist eine Entdeckungs-reise zum wirklichen Zuhören und mitfühlender Kommunikation. Und dadurch zum wirklichen Kontakt mit Ihrem Gegenüber, der sich so von Ihnen gesehen und gewürdigt fühlt.

Mitfühlende Kommunikation bewegt Menschen und erzeugt einen Zustand der Einheit, der Liebe und der Zufriedenheit.

 

 

Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemand empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt

zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist den anderen zu sehen,zu hören, zu ver-stehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt.

Virginia Satir

Wenn Sie im Augenblick

nicht in der Lage sind präsent zu sein,

dann versuchen Sie erst gar nicht

in Kontakt zu treten.

Wenn Sie es doch versuchen,

kann das Ergebnis nur enttäuschend sein.

Es ist zermürbend, mit jemand zusammen zu sein,

der nur körperlich anwesend ist,

während er mit seiner Aufmerksamkeit

irgendwo anders ist.

Virginia Satir

Wenn wir uns und unser Gegenüber

als die anerkennen, die wir sind,

und aufhören anderen unsere

Vorstellungen aufzuzwingen,

können wir Einmischungen und

Machtkämpfe vermeiden.

Das fördert das Selbstwertgefühl

aller Beteiligter und ihre Chance,

sich kongruent, authentisch und

ehrlich zu verhalten und

gesund zu bleiben oder zu gesunden.

Virginia Satir

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Der Systemische Blick

Kaum ein Ansatz hat sich in der sozialen, familiären und professionellen Arbeit über Jahrzehnte eindrucksvoll bewährt und fest verankert, wie der systemische. Dieser Workshop macht Trauerbegleiter mit dem systemischen Blick und mit den grundsätzlichen Lösungswegen vertraut.

Expressives Schreiben

Lösungen der Stoiker

Unter einer Vielzahl stoischer Anregungen finden sich mit die machtvollsten Werk-zeuge zur wirklichen Trauerbewältigung. Mit die größte Bedeutung hat das Schrei-ben, dessen heilsame Wirkung in der Therapie überzeugend belegt ist.

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