noch ungewohnte Blicke
auf die Trauer
noch ungewohnte Blicke
auf die Trauer
Der Systemische Blick
Der Systemische Blick

Kaum ein menschlicher Ausdruck stellt Betroffene wie Außenstehende vor solch große Her-ausforderungen wie die Trauer. In kaum einer Situation zeigt sich die Verwundbarkeit und

               Machtlosigkeit unseres Menschseins deutlicher als im Tod. Für Trauerbegleiter

               eine Aufforderung an ihre Achtsamkeit. Nicht nur im Umgang mit Betroffenen,

                     auch im Umgang mit sich selbst und der Grenze ihrer eigenen Verantwortlich-

               keit. Den Trauernden ganz zugewandt zu sein, und trotz all ihrem Schmerz,

               diesen mit ihnen aushalten zu können. Gemeinsam zu tragen und doch die Last

               dort zu lassen, wo sie hingehört. Wissend, der Trauernde wird nur dann das

               Licht am Ende des Tunnels erreichen, wenn er vor der Trauer nicht ausweicht,

               sondern sich in sie hineingibt, trotz aller Verzweiflung und trotz allem Schmerz

               und trotz allem Widerstand. Dann kommt es nicht trotzdem sondern genau des-

               halb zur guten Lösung. Manchmal bleiben Trauernde dennoch in der Trauer

               stecken, ein vor scheint ebenso unmöglich wie ein zurück. Die Trauer entlässt

               sie nicht aus ihrem Griff. Am deutlichsten, aber eben nicht nur, zeigt sich dies

               bei komplizierten Trauerreaktionen. Aus der Enge des Tunnels entsteht dann

               gerne ein Tunnelblick, der Rat- und Hilflosigkeit erzeugt. Eine bewusste Öffnung

               des Blicks, zur umfassenderen Wahrnehmung, die aus der reduzierten Fokussie-

               rung heraustritt und nicht nur den ganzen Trauernden wieder sieht, sondern

auch das Gesamtbild seines familiären Systems erfasst, das sich eben auch in der momen-tanen Situation und dem Gefangensein darin abbildet, kann frei von Aktionsdrang zu einer guten Lösung führen.

Kaum ein Ansatz hat sich in der sozialen-familiären und professionellen Arbeit jetzt über Jahrzehnte eindrucksvoller bewährt und fest verankert als der systemische. Nicht nur wegen seiner universalen Gültigkeit. Insbesondere sicher auch, weil hier sonst verborgene Mecha-nismen ans Licht und zu guten Lösungen kommen können. Der systemische Blick bewirkt  Transparenz und Erkenntnis auch in Chaos und Verwirrung. Und führt in Kenntnis der natür-lichen Ordnung zu konstruktiven Lösungen und Weiterentwicklungen. Auch das Stellen einer Familien- oder Trauerskulptur verdeutlicht Trauernden neben der Situation auch die Möglich-keit der konkreten Lösung. Wenn sich Phänomene endlos wiederholen, wenn vergebliche Lösungsversuche den Knoten nur noch enger zusammenschnüren und Leid und Trauer schein-bar nur zunehmen und nicht weniger werden, wenn nur noch Sackgassen zu existieren scheinen, ein systemischer Blick könnte die Lösung eröffnen.

Dieser Workshop macht Trauerbegleiter mit dem systemischen Blick und den grundsätzlichen systemischen Aspekten sowie Aufstellung und Skulptur vertraut. Sie werden die Fähigkeit und

                das Vertrauen in sich entwickeln, systemische Grundprinzipien in der Trauerbe-

                gleitung zur Lösung einzusetzen. Für Lösungen braucht es nicht zwingend Auf-

                stellungen und mehrere Personen. Lösungen sind auch im Einzelkontakt und

                über Arbeitsblätter möglich. Neben dem umfassenden theoretischen Hintergrund setzen wir die Praxis an Fallbeispielen aus Ihren Trauerbegleitungen um.

Der systemische Ansatz ist in seiner Umsetzung klar strukturiert und konkret praktisch um-setzbar. Wesentlich ist jedoch weniger die Methode, ihre Basis ist eine Grundhaltung der Zustimmung einer weisen Ordnung hinter den Phänomenen an der Oberfläche des Lebens. Dazu gehört ein entsprechender praktischer Umgang, der akzeptiert, nicht Macher sondern Werkzeug zu sein. Einer Dramastisierung zu entsagen und einfache Wege zu suchen, auf denen alle, insbesondere der Trauernde, neu beginnen können. Weil wir als Helfer darauf ausgerichtet sind, ein bestimmtes Ergebnis erreichen zu wollen (oder meinen zu müssen?), ist es für Helfer generell schwer auszuhalten, in das Geschehen wenn überhaupt, nur be-gleitend mit Anregungen einzugreifen. Dem Impuls zu widerstehen, den Fluß anschieben zu wollen, zu wissen, das Gras wächst nicht schneller, wenn wir an ihm ziehen.

Der Workshop dauert zwei Tage und wird von mir an Wochenenden angeboten. Die Durch-führung ist auch intern in Organisationen möglich, auch unter der Woche.

Aktuell verfügbare Termine:

15. bis 17. Oktober 2021, bei Frankfurt/M.

Beschreibung und Anmeldung zum Download:

Ich habe sehr stark das

Gefühl, dass ich unter

dem Einfluss von Dingen

oder Fragen stehe, die

von meinen Eltern und

Großeltern und den wei-

teren Ahnen unvollendet

und unbeantwortet ge-

lassen wurden. Es hat

oft den Anschein, als

läge ein unpersönliches

Karma in der Familie,

welches von den Eltern

auf die Kinder übergeht.

So schien es mir immer,

als ob ... ich Dinge voll-

enden oder auch nur fort-setzen müsste, welche

die Vorzeit unerledigt

gelassen hat.

Carl Gustav Jung

Das Vergangene ist nicht

tot. Es ist nicht einmal

vergangen.

William Faulkner

 
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Wirklich zuhören

Zuhören ist weniger eine Frage von Me-thode und Technik. Wahre Kommunika-tion bewegt und verbindet Menschen. Dieser Workshop ist eine Entdeckungs-reise zum wirklichen Zuhören und dadurch zum wirklichen Kontakt mit Ihrem Ge- genüber.

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