noch ungewohnte Blicke
auf die Trauer
noch ungewohnte Blicke
auf die Trauer
Das Fest

Jemand macht sich auf den Weg, und wie er so nach vorne schaut, sieht er in der Ferne das Haus, das ihm gehört. Er wandert darauf zu und als er hinkommt, öffnet er die Tür und tritt in einen Raum, hergerichtet für ein Fest.


Zu diesem Fest kommen alle, die in seinem Leben wichtig waren, und jeder, der kommt, bringt etwas, bleibt ein wenig – und geht.
 

So kommen sie also zu dem Fest, jeder mit einem Geschenk, für das er schon den vollen Preis bezahlt hat, wie auch immer: die Mutter, der Vater, die Geschwister, der eine Groß-vater, die eine Großmutter, der andere Großvater, die andere Großmutter, die Onkel und die Tanten, alle, die Platz gemacht haben für dich, alle, die dich genährt haben, Nach-barn vielleicht, Freunde, Lehrer, Partner, Kinder: alle, die wichtig waren in deinem Leben und die noch wichtig sind. Und jeder, der kommt, bringt etwas, bleibt ein wenig – und geht.

 

So wie Gedanken kommen, etwas bringen, ein wenig bleiben – und gehen. Und so wie Wünsche kommen oder Leid. Sie bringen etwas, bleiben ein wenig – und gehen. Und so wie auch das Leben kommt, uns etwas bringt, ein wenig bleibt – und geht.


Nach dem Fest bleibt die Person zurück, reich beschenkt, und nur jene sind noch bei ihr, für die es richtig ist, noch eine Zeit zu bleiben. Sie tritt ans Fenster und schaut hinaus, sieht andere Häuser, weiß eines Tages ist auch dort ein Fest, und sie wird hingehen, etwas bringen, ein wenig bleiben – und gehen.


Immer sind wir bei einem Fest, haben etwas gebracht und etwas genommen, bleiben noch etwas – und gehen.

Lebenspraxis bedeutet, den Ort,

an dem du jetzt stehst,

zum Paradies zu machen.

Lebenspraxis bedeutet,

das Himmelreich unter

deinen Füßen zu entdecken.

Kodo Sawaki

 

 

 

Ich ließ meinen Engel lange nicht los,

und er verarmte mir in den Armen

und wurde klein, und ich wurde groß:

und auf einmal war ich das Erbarmen,

und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seinen Himmel gegeben,

und er ließ mir das Nahe,

daraus er entschwand;

er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,

und wir haben langsam einander erkannt...

Rainer Maria Rilke

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